Wie bekomme ich Sichtbarkeit als Startup?

Warum PR-Freelancer dabei helfen können

Das Startup wächst, die ersten Meilensteine sind erreicht und jetzt fehlt nur noch eins: Die richtige Außenwirkung. Viele Gründer:innen fragen sich jedoch, wo sie starten sollen und wie sie ausreichend Sichtbarkeit für ihr Startup generieren können, ohne große Budgets abzurufen. Dieser Artikel zeigt, warum PR-Arbeit für junge Unternehmen unverzichtbar ist, wie mit PR Sichtbarkeit gewonnen werden kann und warum PR-Freelancer gerade für Startups die smartere Lösung sind.

Eine Frau mit langen dunklen Haaren und einem roten Pullover und einer beigen Jeans steht neben einem Flipchart und erklärt einer Gruppe von Workshop Teilnehmern etwas.

Mirijam Baumann in einem Workshop

 

Macht PR für Startups Sinn?

Die kurze Antwort: Ja, und zwar aus gutem Grund. PR ist für Startups einer der effektivsten Wege, um schnell Vertrauen aufzubauen und Reichweite zu generieren. Während Marketing und Sales den direkten Verkauf fördern, arbeitet PR auf einer anderen Ebene. Sie schafft Glaubwürdigkeit, Reputation und langfristiges Vertrauen.

Der entscheidende Unterschied zur Werbung liegt in der Glaubwürdigkeit. In der Werbung zeigst du, wie gut dein Produkt ist. In der PR sagen Dritte, also Medien, Expert:innen, Journalist:innen, dass du auf deinem Gebiet Expert:in bist.


Ein Artikel in einer renommierten Fachzeitschrift wirkt deutlich glaubwürdiger als eine bezahlte Anzeige. Hinzu kommt der Multiplikatoreffekt: Über Medienberichte können Zielgruppen erreicht werden, die ausschließlich über die Bespielung der eigenen Kanäle nicht erreicht werden können. Das Ergebnis: Potenzielle Kund:innen, Investor:innen, Partner und talentierte Mitarbeiter:innen werden auf dich aufmerksam und haben ein positives Bild von dir.

Wie bekomme ich als Startup Sichtbarkeit durch PR?

PR schafft Sichtbarkeit auf mehreren Ebenen. Die zentralen Vorteile für Startups:

  • Reichweite und Medienpräsenz: Medienberichte öffnen Türen zu neuen Kundinnen, Partnern und Investorinnen. Eine einzige Veröffentlichung in einem Fachmagazin oder auf einem großen Online-Portal kann mehr Aufmerksamkeit bringen als monatelange Social-Media-Arbeit.

  • Vertrauen und Glaubwürdigkeit: Wer regelmäßig in der Presse auftaucht, wird ernst genommen. Das gilt besonders für Investorengespräche, Partnerschaften und Kundenakquise.

  • Krisenvorsorge und Reputation: Wer proaktiv kommuniziert und eine positive Marke aufbaut, kann in schwierigen Zeiten schneller und glaubwürdiger reagieren.

  • Employer Branding: Positive Berichterstattung macht dein Startup attraktiv für Talente. Menschen wollen für Unternehmen arbeiten, über die gut gesprochen wird.

Medien suchen fortlaufend nach relevanten Stories. Journalist:innen interessieren sich für nachvollziehbare Informationen und Themen mit gesellschaftlicher Relevanz. Produkt-USPs und Verkaufsargumente sollten daher nicht zum Tragen kommen.

Brauche ich eine PR-Agentur oder reicht ein Freelancer?

Das ist eine entscheidende Frage, wenn es um professionelle PR-Unterstützung geht. Viele Startups und Unternehmen denken automatisch an Agenturen, wenn es um professionelle Kommunikation geht. Doch für junge Unternehmen und KMU sind PR-Freelancer oft die bessere Wahl.

PR-Agenturen: Hohe Kosten, wenig Flexibilität

Agenturen bringen zweifellos Vorteile mit. Ein großes Team, etablierte Prozesse und oft ein sehr gut ausgebautes, breites Netzwerk. Doch diese Vorteile haben ihren Preis.

  • Kosten: Agenturen verlangen meist Retainer-Modelle ab 4.000 bis 5.000 Euro monatlich. Für viele Startups ist das in der Frühphase schlicht nicht darstellbar.

  • Wenig persönlicher Kontakt: In Agenturen arbeiten oft Junior-Beraterinnen am Account, während die erfahrenen Kolleginnen nur punktuell eingebunden sind. Du hast selten eine feste Ansprechperson auf Senior-Level.

  • Starre Strukturen: Agenturen arbeiten mit festen Prozessen und Timelines. Wenn dein Startup spontan auf Marktveränderungen reagieren muss, kann das zum intensiven Kostentreiber werden.

  • Overhead: Du zahlst nicht nur für die eigentliche PR-Arbeit, sondern auch für interne Strukturen, Büros und Verwaltung.

PR-Freelancer: Expertise trifft Flexibilität

Freelancer arbeiten fundamental anders. Sie bringen oft jahrelange Agentur- oder Inhouse-Erfahrung mit, arbeiten aber deutlich kosteneffizienter und flexibler.

  • Kosten: Freelancer rechnen oft projekt- oder stundenbasiert ab. Stundensätze liegen je nach Erfahrung zwischen 120 und 150 Euro

  • Direkter Kontakt: Du arbeitest direkt mit dem erfahrenen Freelancer zusammen, der deine Strategie entwickelt und umsetzen.

  • Flexibilität: Freelancer können schnell auf neue Entwicklungen reagieren. Ob spontane Pressemitteilung nach einem Funding oder kurzfristiger Pitch an Medien. Freelancer sind agil und rechnen die Stunden spontan ab.

  • Spezialisierung: Viele Freelancer haben sich auf bestimmte Branchen oder Themen spezialisiert (z.B. Healthcare, Nachhaltigkeit, B2B). So bekommst du echte Fachexpertise statt Generalisten- oder Junior-Wissen.

  • Netzwerk: Erfahrene PR-Freelancer haben über Jahre hinweg starke Kontakte zu Redaktionen aufgebaut. Dieses Netzwerk öffnet Türen.


Wann macht welches Modell Sinn?

Die Entscheidung hängt von der Situation ab:

  1. Startphase (Pre-Seed, Seed): Hier macht erst einmal der Einstieg mit DIY-PR Sinn, ergänzt durch punktuelle Freelancer-Unterstützung für wichtige Meilensteine (z.B. Launch, Funding-Ankündigung).

  2. Wachstumsphase (Series A und später): Wenn dein Startup komplexer wird und regelmäßige PR-Arbeit nötig ist, lohnt sich ein fester Freelancer mit monatlichem Budget. Agenturen machen erst Sinn, wenn du kontinuierliche Kampagnen in mehreren Märkten fahren willst.

  3. Krisenkommunikation: Bei akuten Krisen können Agenturen mit ihren Ressourcen schneller skalieren. Für präventive Arbeit reichen Freelancer aber vollkommen aus.


Wie finde ich den richtigen PR-Freelancer für mein Startup?

Nicht jeder Freelancer ist automatisch die richtige Wahl. Achte bei der Auswahl auf diese Punkte:

  • Nachweisbare Erfahrung: Welche Erfolge kann der Freelancer vorweisen? Frage nach konkreten Beispielen: Welche Medien wurden erreicht? Welche Stories platziert?

  • Branchenkenntnisse: Hat der Freelancer Erfahrung in deiner Branche? Wer bspw. Healthcare-Startups betreut, sollte die relevanten Medien und Themen kennen.

  • Netzwerk: Ein guter PR-Freelancer hat direkte Kontakte zu Redaktionen.

  • Arbeitsweise: Kläre von Anfang an, wie die Zusammenarbeit aussieht. Wie oft gibt es Abstimmungen? Wie transparent ist das Reporting?

  • Chemie: PR ist Vertrauenssache. Du musst dich gut aufgehoben fühlen und das Gefühl haben, dass der Freelancer deine Vision versteht.

  • Realistische Erwartungen: Vorsicht vor großen Versprechen. Seriöse Freelancer erklären, dass PR Zeit braucht und es keine Garantien gibt.


Der erste Schritt: Die Basics selbst legen

Auch wenn du mit einem Freelancer zusammenarbeiten willst, kannst du die Grundlagen selbst vorbereiten. Das spart Kosten und schärft deine eigene Botschaft.

Was du selbst tun kannst:

  • Eine digitale Pressemappe erstellen (Unternehmensinfos, Gründer-Bios, Bilder)

  • Deine Story schärfen: Warum seid ihr relevant? Welches Problem löst ihr?

  • Erste Medienkontakte recherchieren

Wenn diese Basics stehen, kann ein Freelancer direkt durchstarten und gezielt Kontakte aktivieren.

Wie du deine PR selbst angehst und welche konkreten Schritte notwendig sind, kannst du dir hier meinen kostenlosen Mini-Guide anschauen.

Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie du deine Pressemappe aufbaust, die richtigen Kontakte findest und deinen ersten Pitch schreibst.



Fazit: Sichtbarkeit für Startups durch smarte PR-Arbeit

PR macht für Startups absolut Sinn, denn sie ist einer der effektivsten Wege, um Sichtbarkeit, Vertrauen und Glaubwürdigkeit aufzubauen. PR muss dabei auch nicht teuer sein. Während Agenturen mit hohen Fixkosten und starren Strukturen arbeiten, bieten PR-Freelancer die perfekte Kombination aus Expertise, Flexibilität und Kosteneffizienz.

Wer in der Wachstumsphase steckt und regelmäßige PR-Arbeit braucht, fährt mit einem erfahrenen Freelancer besser als mit einer Agentur. Von einem Freelancer bekommst du zu einem Bruchteil der Kosten direkten Zugang zu Redaktionen, einem starken Netzwerk und individueller Betreuung.

Leg die Basics selbst, hol dir dann gezielt Freelancer-Unterstützung für wichtige Meilensteine. So baust du langfristig Vertrauen, Sichtbarkeit und Reputation auf, ohne dein Budget zu sprengen.


Die Autorin:

Mirijam Baumann ist selbstständige PR- und Content-Marketing-Beraterin für Healthcare-Unternehmen mit Fokus auf Startups und KMU. Sie unterstützt Unternehmen dabei, komplexe Themen klar zu kommunizieren und strategische Sichtbarkeit in den richtigen Kanälen zu schaffen. Nach mehreren Jahren in Agenturen berät sie heute als Freelancer junge Unternehmen und wachsende Marken dabei, mit durchdachter Kommunikation Vertrauen und Reichweite aufzubauen.


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